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Die (duale) Berufsausbildung

Praxisnahes Lernen im Unternehmen und theoretische Grundlage in der Berufsschule.

Von Merle Werkmeister

Neben einem Studium ist sie die erste Wahl junger Schulabsolvierenden: die Berufsausbildung. In Deutschland gibt es rund 340 Ausbildungsberufe in nahezu allen Berufsfeldern. Hier stellen wir euch alle Daten und Fakten zur klassischen Ausbildung vor.

Grundsätzliches

Die Berufsausbildung erfolgt in einem Ausbildungsunternehmen und in der Berufsschule. Die Zeitaufteilung zwischen Praxis im Betrieb und Theorie in der Schule variiert von Ausbildung zu Ausbildung. Ein bis zwei Tage sitzen die Auszubildenden in der Berufsschule und drei bis vier Tage arbeiten sie im Ausbildungsunternehmen. In einigen Ausbildungsberufen wird die Theorie im Blockunterricht vermittelt.

Klare Vorgaben für eine umfassende Ausbildung

Die Ausbildung startet mit einem Vertrag zwischen Auszubildenden und dem Unternehmen. Gesetzliche Vorgaben und Absprachen zwischen Verbänden regeln die Ausbildungsinhalte und eine Mindestvergütung von 649 Euro im ersten Jahr. Die Kammer überprüft die Einhaltung und gestaltet die Prüfungen. Die Ausbildungsinhalte sind genau festgelegt, damit Theorie und Praxis sich ideal ergänzen. So können Auszubildende einen breiten Einblick in die Branche bekommen.

Ausbildungs-Voraussetzungen

Die gute Nachricht: Viele Ausbildungen können auch ohne Schulabschluss angetreten werden. Die nicht so gute Nachricht: viele Unternehmen setzen trotzdem eine abgeschlossene Schulausbildung voraus. Denn auch wenn die Abschlüsse in den verschiedenen Ausbildungsberufen formal die gleiche Wertigkeit haben, gibt es deutliche Unterschiede beim inhaltlichen Niveau. Das heißt die Anforderungen können auch hier je nach Ausbildungsberuf variieren. Um sicher zu gehen, informierst du dich am besten direkt über den Ausbildungsberuf, der dich interessiert.

Eine Orientierungshilfe bietet die Bundesagentur für Arbeit auf ihrer Website eine hilfreiche Übersicht darüber, mit welchem Schulabschluss Auszubildende ihren Weg in bestimmte Berufe gefunden haben. Dies erleichtert die Entscheidung, insbesondere für Abiturienten oder Fachhochschulreife-Absolvierende, geeignete Ausbildungsberufe zu identifizieren.

Perspektiven nach der Ausbildung

Absolvierende einer Berufsausbildung erhalten oft die Titel Fachkraft oder Geselle:in. Bei einer theoriereduzierten Ausbildung sind die Bezeichnungen Fachpraktiker:in oder Werker:in gebräuchlich. Die zuständige Kammer stellt das Zeugnis zum erfolgreichen Berufsabschluss auf Basis der Abschlussprüfung aus. Zusätzlich erstellt die Berufsschule ein Abschlusszeugnis zu den Fächern des Berufsschulunterrichts.

Das Ende vom Lied: eine erfolgreich absolvierte Berufsausbildung. Hast du vor der Ausbildung bereits den schulischen Teil der Fachhochschulreife absolviert? Dann erwirbst du mit dem Abschluss der Ausbildung auch deine Fachhochschulreife. Die Berufsausbildung eröffnet somit eine vielseitige und praxisnahe Ausbildungsmöglichkeit für alle, die gleich in die Berufspraxis einsteigen möchten.

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